Der MTV-Mutterkonzern Viacom hatte gegen Google, Besitzer von Youtube, geklagt. Wie so oft ging es dabei um angebliche Urheberrechtsverletzungen seitens Youtube/Google. Youtube-Benutzer setzen immer wieder urheberrechtlich belastete Werke in ihren Videos ein und seit Google Youtube übernommen hat, halten viele sog. Rechteinhaber bzw. deren Vertreter Google/Youtube für ein verklagenswertes Ziel, aus dem noch etwas mehr Geld heraus zu holen ist.
Das Urteil der Klage von Viacom gegen Google lautet nun, dass Google alle Benutzerdaten von Youtube an Viacom übergeben muss, damit Viacom feststellen kann, ob & wie oft das eigene Urheberrecht verletzt wurde. Viacom wird nun zu diesem Zweck von Google ca. 25 Milliarden gültige Datensätze mitsamt Youtube-Benutzername, dessen IP-Adresse zur Zeit als ein bestimmtes Video betrachtet wurde, die genau Zeit des Betrachtens sowie eine eindeutige Identifizierungs-Kennziffer des Videos erhalten.
Da Google sich mit ihrer übertriebenen Datensammelwut nun einmal ordentlich selbst schadete, hat Frank Rieger vom Chaos Computer Club Google dazu aufgerufen, endlich die eigene Datenerhebungs-Politik zu verändern und für alle Beteiligten sinnvoll zu verbessern. Auch die juristische Seite meldete sich nach diesem neuesten Datengau zum kritischen Wort.
Dass Viacom aus Euren erklagten Datensätzen enorme Rückschlüsse auf aktuelle Entwicklungen und Benutzerverhalten ziehen wird ist wohl ausser Frage - Wer kann auch ernsthaft behaupten, kontrollieren zu können, was mit dieser Riesenmenge an Datensätzen angestellt wird?
Geschrieben am 07.07.2008




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- Markus