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Google trotz Privatsphäre

Sehr interessant! Auch die Arbeit, die du dir gemacht hast. Allerdings werde ich das Favicon nicht verwenden, damit ich Scroogle nicht mit Google...
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Ich nutze Scroogle mit Deiner hier beschriebenen Lösung jetzt seit ca. 2 Wochen fast ausschließlich - tolle Arbeit, spätestens mit...
- Till
25C3: Feindpropaganda

Du hast Recht, der Otto-Normal-Zeitungsleser kümmert sich nicht um eine vieldeutige Interpretation des Titels einer "Freak-Veranstaltung". Aber...
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Twitter-Erfinder unter Anklage

Twitter-LogoDie Erfinder von "Twitter" stehen vor der Anklage durch viele frustrierte Programmierer und Web-Developer, die ihre Arbeit durch Twitter in ernsthafte Gefahr gebracht sehen. Bei Twitter handelt es sich um eine Web2.0 Community-Webapplikation die in den letzten 6 Monaten ungerechtfertigt viel Aufmerksamkeit durch Webber, Blogger und andere erhalten hat.

Twitter basiert auf dem simplen Prinzip von Instant-Messenger Personalized Away-Messages - zu Deutsch: Kurznachrichten für die eigenen Online-Freunde, die Auskunft darüber geben, was man gerade so treibt und die meist in Instant-Messaging Tools zum Einsatz kommen (ICQ usw.). Twitter ist eine zentrale Anlaufstelle für diese Art von Messages, die an das System via Web-Interface, API, Drittanbieter-Tools, Programmen, Mobiltelefon u.v.m. gesendet werden können.

Benutzer können sich bei Twitter einen eigenen Account mit frei wählbarem Namen anlegen, unter dem sie dann ihre Status-Nachrichten veröffentlichen können. Dies geht entweder an einen geschlossenen Kreis sog. "Buddies" - einer selbst gepflegten Liste von Freunden - oder an die gesamte Öffentlichkeit der Twitter-Leser.

Mehrere große Webseiten haben in der Vergangenheit bereits über Twitter berichtet. So gab es unter anderem positive Artikel bei Lifehacker und bei Webworker Daily. Beide Artikel hoben die Vorteile von Twitter für Menschen heraus, die im Web arbeiten und gaben Tipps, wie sich z.B. geschäftliche Bekanntschaften via Twitter vertiefen ließen. Doch genau diese Gruppe von Menschen sieht nun durch Twitter ihre Arbeit in Gefahr.

Twitter steht unter der Anklage, durch absichtliches Süchtig-Machen die Produktivität von Programmierern quasi auf Null zu reduzieren. Sie scheinen nicht einmal mehr in der Lage zu sein, ein simples Shell-Script zu schreiben, das für sie die einzige Wahrheit auf ihren Twitter-Account bringt: "Schreibe grade Twitter-Messages...".

Andere Developer klagen Twitter und dessen Entwickler an, ihre Arbeitsbeziehungen nicht vertieft, sondern unwiederbringlich zerstört zu haben: "Seitdem ich einen Einblick darin hatte, was mein Programmierer den ganzen Tag tut, kann ich ihm nicht mehr mit Ernsthaftigkeit begegnen" äußert sich einer der Geschädigten. "Die häufigste Status-Meldung meines Programmierers war 'Masturbiere...' - in seltenen Fällen unterbrochen durch ein 'Bin Pizza in den Ofen schieben...' !" verriet uns ein Anderer.

Es scheint deutlich zu werden, daß die aufgehobenen Vertrauensgrenzen zwischen Menschen durch Twitter den Teilnehmern ernsthaft schaden. Im Falle der Programmierer geht dies sogar noch weiter, da ihre absolute Unproduktivität den Projekten schadet, an denen sie arbeiten sollten. Eines der prominentesten Beispiele für einen solchen Arbeitsausfall ist der gestrichene Patch-Day bei Microsoft. Auch hier hat das Aggregieren tausender Masturbationsnachrichten der Microsoft-Mitarbeiter zum totalen Arbeitsausfall geführt.

Auch andere prominente Organisationen leiden bereits unter den Twitter-Symptomen: Das W3C, die Webstandards-Organisation, kann Webstandards nur noch mit massiven Verzögerungen veröffentlichen - css-petals.net berichtete - weil immer mehr Mitarbeiter und Webstandards-Verfechter dem Twitterismus verfallen. Unter den Opfern befinden sich u.a. "The Man in Blue", Dan Cederholm, Molly Holzschlag, Eric Meyer, Gerrit van Aaken (praegnanz.de), Eric Eggert (yatil!) und Paul Scrivens (Wisdump). Es bleibt abzuwarten, wie viele geniale Ideen im Web ausbleiben, da die besten Köpfe im Web offenbar nur noch die Twitter-Messages der Anderen lesen!

Geschrieben am 01.04.2007

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2 Kommentare

# 1 von Till Achinger am 01.04.2007, 12:01 Uhr

Das kann ich gleich als Fallbeispiel in meine Arbeit über Weblogs und Journalismus einreihen. Guter investigativer Journalismus, wie er gerade zum Beginn des 2. Quartals immer seltener wird. ;-)
Schönen Sonntag noch,
Till

# 2 von Tobias am 02.04.2007, 12:01 Uhr

Danke, Till!
Solche Artikel schreibt man auch nicht alle Tage... ;)



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