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- Markus
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- Markus
Zeit Datensammelkritisch

Hey super! Danke für den Tipp. Ich schau es mir gerade mal an.
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Håkon Wium Lie im Kreuzfeuer

Wie bereits angekündigt, stand am 07.02.2007 Håkon Wium Lie im IRC für eine Stunde zum Chatten bereit. Und natürlich hat die User-Community diese Chance nicht ungenutzt verstreichen lassen und den Vater von CSS (neben Bert Bos) ausführlich mit Fragen gelöchert. Die wichtigsten Auszüge sowie das volle Chat-Protokoll gibt es - wie versprochen - jetzt hier!

Als erstes zu erwähnen ist, das der Chat zu früh begonnen hat. Das kam jedoch für die meisten Teilnehmer sehr gelegen. Håkon, dessen Nickname immer 'howcome' ist, musste nur kurz nach verfrühten Beginn einmal für 2-3 Min. aus dem Haus um sein Auto frei zu schaufeln. :)

Die erste interessante Konversation mit den Chatteilnehmern ging um Opera, für die Håkon Vollzeit arbeitet, und den Einsatz des Opera-Browsers auf dem liebevoll 'the green thing' genannten Laptop des One-Laptop-Per-Child-Project (OLPC). Håkon hofft auf den Einsatz des Opera-Browsers für diese Kampagne. Er glaubt fest an Opera und dessen Fähigkeiten, das Lernen für die Kinder in Entwicklungsländern zu vereinfachen und zu verbessern. Des Weiteren könne evt. Opera so umgebaut werden, daß er sich vollkommen in das Linux-basierte Betriebssystem des 'green thing' integriert. Außerdem könne Opera resourcenschonender mit den wenigen Megabyte RAM umgehen, die im 'green thing' verbaut sind als der jetzige Browser, der auf der Gecko-Engine (Mozilla Firefox etc.) aufsetzt. Ob die Implementierung der Gecko-Engine schlecht gemacht ist oder ob sie generell resourcenhungriger ist als Opera lies Håkon offen. Auch nach einer OpenSource-Variante von Opera für das OLPC-Projekt wurde gefragt - aber diese ist leider eher unwahrscheinlich wegen Opera's finanziellem Interesse an ihrer Rendering-Engine.

Zu Acid3 wurde Håkon besonders gelöchert. Der Acid-Test beschreibt eine große Reihe an Testversuchen, Browsern verschiedenste Webstandards vor zu setzen und ihren Erfolg an diesen zu bewerten. So kann sich ein Browser wirklich rühmen, wenn er den Acid-Test besteht - unnötig zu erwähnen daß Internet Explorer es natürlich nicht schafft...! Den Acid-Test gibt es mom. in Version2, aber Håkon ist aktiver Entwickler der Version3 - und so haben viele Chatteilnehmer ihn auf verschiedene Testreihen des zukünftigen Acid-Tests angesprochen. Unter anderem ging es um Javascript, XSLT, XML, CSS3 und mehr. Nebenbei: Håkon's Opera-Browser hat den Acid-Test Version2 bestanden!

Zu CSS3 ist Håkon selbstverständlich auch befragt worden. So wurde klar, daß es mom. noch nicht viel mehr als ein loser Haufen Spezifikationen ist, der noch keinerlei Form hat. Sehr schade, da bestimmte CSS3-Tags einfach super werden! Håkon war äußerst interessiert an konstruktiver Kritik an CSS3 und (X)HTML, um mit den neuen Multimedia-Inhalten des Web besser arbeiten zu können. CSS3 z.B. soll eine "Transformational Language" beinhalten, die das semantische Modifizieren von Inhalten ermöglichen soll. So können Hirarchien in z.B. XML aufgebrochen werden und unabhängig sortiert werden.

Das <canvas>-Element, welches mom. 2D-SVG-Grafiken auf Mozilla/Gecko und Opera ermöglicht, soll einmal auf 3D-SVG erweitert werden. In Kombination mit Shadern, Filtern etc. könnte so eine richtige, Vektorbasierte 3D-Welt im Browserfenster geschaffen werden (siehe dazu diesen Artikel!). Als Beispiel könnten Online-Shops interaktive 3D-Modelle ihres Produkts anbieten, die auch wirklich getestet werden können.

Auch über ein <audio>/<aural>/<sound>-Tag wurde diskutiert, das nativen MP3 und evt. auch OGG-Support ermöglichen soll. Dies würde das mutlimediale Internet stark voran treiben. Nie mehr nervige Flash-/Javascript-Player für Musik auf Webseiten! Natürlich fließen bei einer solchen Entscheidung aber auch lizenzrechtliche Faktoren mit ein, die sich negativ für MP3 auswirken könnten, da es immer noch ein unfreies Format ist.

Microformats - die Pseudo-Standards zur Vereinheitlichung von u.a. Adressdaten im Internet - wurden auch kurz angesprochen. Håkon ist selbst ein großer Fan von Microformats und befürwortet diese dementsprechend. Leider war niemand online bzw. hat sich niemand getraut, Håkon auf die negativen Aspekte von Microformats anzusprechen - wie z.B. die ultimative Arbeitserleichterung für Spammer und Spambots. Noch mal davon gekommen, Håkon! :)

Hier das volle Transkript der Chat-Session mit Håkon Wium Lie - für diejenigen die den Chatverlauf gerne vollständig nachvollziehen möchten.

Geschrieben am 10.02.2007

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