"Unternehmen sollten eine gewisse Ethik haben" meint Johannes Lohmeyer, Geschäftsführer des Holiday Inn Dresden. Auf Grund dieser Überzeugung warf er auch gleich zwei NPDler aus seinem Hotel wieder hinaus. Schließlich "solle man sich genau überlegen, mit wem man Geschäfte macht".Auf die Buchung des NPD-Fraktionschefs sowie die eines seiner NPD-Kollegen reagierte Lohmeyer mit einem Brief, den er ebenfalls der Presse zukommen lies. In diesem ließ er die NPD-Politiker sehr deutlich wissen, dass sie in seinem Hotel nicht erwünscht seien.
"Sämtliche in unserem Hause durch Sie getätigten Umsätze werden unmittelbar als Spende an die Dresdner Synagoge weitergeleitet. Betrachten Sie dies als kleinen Beitrag zur Wiedergutmachung für die Schäden, die Ihre damaligen Gesinnungsgenossen der Synagoge und vor allem ihren früheren Besuchern zugefügt haben." Mit solch knackigen Sätzen buchsierte Lohmeyer die NPD-Politiker geohrfeigt aus seinem Hotel.
Lohmeyer könne es desweiteren weder seinen Mitarbeitern zumuten, die NPDler zu bedienen, noch den anderen Hotelgästen zumuten, ihre Anwesenheit zu ertragen. Er könne es außerdem nicht nachvollziehen, dass die NPD ein amerikanisches Hotelunternehmen mit ausländisch klingendem Namen zu bevorzugen scheint.
Es ist schön zu sehen, dass selbst namhafte Unternehmen ab&zu noch eine gewisse Ethik an den Tag legen - Selbst wenn diese in diesem Fall eher von der Person Lohmeyers als von der tatsächlichen Hotelführung vertreten wird. Gratulation, Herr Lohmeyer!
(via freiepresse.de)
Geschrieben am 24.10.2007




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