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Sehr interessant! Auch die Arbeit, die du dir gemacht hast. Allerdings werde ich das Favicon nicht verwenden, damit ich Scroogle nicht mit Google...
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Ich nutze Scroogle mit Deiner hier beschriebenen Lösung jetzt seit ca. 2 Wochen fast ausschließlich - tolle Arbeit, spätestens mit...
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Du hast Recht, der Otto-Normal-Zeitungsleser kümmert sich nicht um eine vieldeutige Interpretation des Titels einer "Freak-Veranstaltung". Aber...
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24C3: Spiel, Freude, Eierkuchen?

CounterstrikeDer Journalist Rainer Fromm berichtet über seine Erfahrungen mit der Gamerszene. Dabei spricht er von kritischer Berichterstattung, fehlerhafter Darstellungen, Gegenreaktionen und Gewaltdrohungen.

Rainer Fromm hat für das Magazin Frontal21 einen Bericht über Gewaltspiele verfasst, der sich kritisch mit der Gamerszene auseinander setzt. Die Reaktion darauf war extrem unterschiedlich: Kreative Gegenberichte bot das Reaktionsspektrum ebenso wie Morddrohungen.

Rainer Fromm berichtete in seinem Vortrag davon, dass er sich trotz der Echauffierung vieler seiner Kollegen mit der Materie, sprich mit 3D-Shootern, ernsthaft beschäftigt hat. Er spielte vor seinem Bericht Unreal Tournament, Wolfenstein u.ä. bis zum Ende durch.

Seine Kritik ist deutlich: Die Unausweichlichkeit von Gewalt, die Reduktion von Frauen zu hörigen Sexsklavinnen, die Belohnung von brutalen Absonderlichkeiten. Warum die von ihm eloquent und bildgewaltig dargestellten Problemfelder in die Spiele kommen, lässt er allerdings außen vor.

Fromm hat bei all seiner Kritik an der Gewaltspiel-Branche einen ganzheitlichen Ansatz, der seine durchweg humanistische Bildung erkennen lässt. Gewaltdarstellungen und besonders Kriegsspiele widersprechen seiner ethischen Grundüberzeugung. Besondes sexistische oder gewaltverherrlichende Darstellung überschreiten Fromms Grenzen des Guten Geschmacks.

Fromm sieht in den Werbekampagnen der Spieleindustrie echte Geschichtsrevedierung. Es wird ermöglicht, verlorene Schlachten der Geschichte zu gewinnen und eventuelle Schmach wieder wett zu machen. Fromm und seine Pressekollegen sehen in der Welt der Gewaltspiele eine Militarisierung des Kinderzimmers, in der Unwissende mit Propagandamaterial überhäuft werden.

Anstatt jetzt die große Zyniktüte aufzumachen: Das beste Gegenargument bin ich selbst. Ich spiele seit den frühen C64-Zeiten Computerspiele - Darunter auch Shooter. Ich bin noch nicht Amok gelaufen, ich habe mich nicht freiwillig zum Militär gemeldet und betrachte sowohl die Innen- als auch die Außenpolitik unserer Nation reflektiert kritisch. Für mich gibt es eine klare Trennung zwischen Spielwelt in Realität. Spiele beeinflussen nicht mein wahres Handeln und Denken.

Dieser Trennungsleistung ist Rainer Fromm offensichtlich nicht mächtig. Vermutlich ist dies ein einfacher Generationen-Konflikt. Fromm ist 40 Jahre ohne Spiele ausgekommen, während ich (und X Andere) mit diesem Medium aufgewachsen sind. Wir kriegen diese Trennung ohne Anstrengung hin, Fromm & Andere nicht. So einfach kann die Problemanalyse sein.

Geschrieben am 28.12.2007

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2 Kommentare

# 1 von Max am 29.12.2007, 19:16 Uhr

Es ist wie mit so vielen Dingen: Sie sind in der Welt und die große Mehrzahl der Menschen kann damit umgehen; eine Minderheit hingegen nicht. Ich kann aus dem Stehgreif 10 Menschen mit Alkoholproblemen aufzählen und ungefähr 100 ohne...
Die Tatsache, dass man in geschichtlich eingebetteten PC-Spielen den 2ten Weltkrieg für Deutschland gewinnen könnte, fände ich, so sie denn wahr ist, hingegen bedenklich.

# 2 von Tobias am 29.12.2007, 20:17 Uhr

Ich persönlich bin auch kein Fan davon, meinen eigenen Großvater virtuell ins Jenseits zu befördern - Geschweige denn als mein eigener Großvater Stalingrad erfolgreich zu erobern.
Allerdings darf man von diesen subjektiven Eindrücken aus nicht einfach schlussfolgern, dass solche Spiele verboten gehören. Ein Reinrufer während des Vortrags kommentierte den Begriff "[..] gefährliche Spiele [...]" des Vortragenden mit "Gibt es dann nicht auch gefährliche Filme, gefährliche Musik und gefährliche Bücher?!". Ich finde das trifft es sehr gut. Wir finden garantiert vieles in dieser Welt, das wir kritisch beäugen, weil wir einen persönlichen Geschmack haben, der bestimmten Material nicht zugeneigt ist - Jedoch darf uns das nicht dazu verleiten, unseren Geschmack zum einzig gültigen Gesetz zu erheben.



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