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Google trotz Privatsphäre

Sehr interessant! Auch die Arbeit, die du dir gemacht hast. Allerdings werde ich das Favicon nicht verwenden, damit ich Scroogle nicht mit Google...
- isinkwa
Google trotz Privatsphäre

Ich nutze Scroogle mit Deiner hier beschriebenen Lösung jetzt seit ca. 2 Wochen fast ausschließlich - tolle Arbeit, spätestens mit...
- Till
25C3: Feindpropaganda

Du hast Recht, der Otto-Normal-Zeitungsleser kümmert sich nicht um eine vieldeutige Interpretation des Titels einer "Freak-Veranstaltung". Aber...
- Till
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24C3: Die Zukunft des Lesens

Amazon KindleEine der Hauptaufgaben des modernen Rechners ist die Textverarbeitung. Es wurden Languages und Metatexte für die digitalen Texte entwickelt. Jedoch haben sich verschiedenste Geräte, die das klassische Buch abzuschaffen versuchten, nicht durchgesetzt. Was sind die Probleme der elektronischen Lesegeräte gewesen und sind wir heute auf dem Weg zu einer wahren Leserevolution?

Probleme finden sich bereits auf der Hardware-Ebene: Unzureichende Lesbarkeit der Displays bei Sonneneinstrahlung, mangelhafte Akkuleistung und fehlerhafte Speichermedien hinderten frühe Geräte am Erfolg. Außerdem gab es eine soziale Intoleranz gegenüber diesen Geräten: Man wurde seltsam beäugt, wenn man mit so einem Gerät in der U-Bahn saß, während die üblichen Zeitungsleser unbehelligt blieben.

Moderne Display-Techniken überkommen jedoch einige der Probleme: E-Ink Displays können zumindest in Schwarz/Weiß den Stromverbrauch massiv senken und sind dank transreflexiver Technik auch bei direkter Sonneneinstrahlungen lesbar. Die Bildwiederholrate ist allerdings sehr langsam und eignet sich nicht für schnellere Bildwechsel.

Andere vesuchte Innovationen wie das "Kügelchen-Display" GyroCom von Xerox sind wegen vielen technischen Problemen eingestellt worden. Nur die Firmen E-Ink in Kooperation mit Polymer-Vision sind momentan in der Lage, wirklich rollbare, stromsparende Displays mit ausreichendem Kontrast herzustellen.

Ein weiterer Ansatz ist das bistabile LCD-Display: Hierbei werden die Kristalle nicht durch dauernd anliegende Spannung gebogen, sondern springen durch einmaliges Stromanlegen in den Schwarz- oder  Weiß-Status und verbrauchen nach dem Status-Wechsel keinene weiteren Strom. Der Kontrast ist sehr gut, jedoch eignet sich auch dieses Display nicht für schnelle Bildwechsel.

Auch die ewige Plage schlecht programmierter Software hat natürlich die elektronischen Lesegeräte heimgesucht: Ein Gerät, das von seinen Hardware-Spezifikationen her absolut optimale Energieverbrauchwerte hat, schafft es wegen extrem schlechter Programmierung doch noch, einen guten Akku in unter 10h zu leeren - Das ist eine inakzeptable Laufzeit für ein Quasi-Buch!

Auch fehlerhafte Software-Ansteuerung der Displays ist ein Problem: Das sog. "Ghosting" beschreibt das Problem, dass bei Bildwechsel Restbilder der vorigen Darstellungen übrig bleiben und das neue Bild unleserlich machen.

Die Zukunft zeit haptische Neuerungen wie "echtes" Umblättern, voll funktionsfähige Touchscreen-Displays, Rolldisplays und Faltdisplays sowie selbstleuchtende OLED-Displays. All dies sieht sehr vielversprechend aus, ist aber noch in keinster Weise serientauglich. Man sollte als potentieller Käufer auf jeden Fall noch warten, da sich sowohl Hard- als auch Software noch massiv verbessern müssen.

Ein weiterer Grund für den kommenden Vormarsch des digitalen Lesestoffs ist außerdem die nun wirklich funktionierende OCR-Technik, mit der sehr viel Literatur digital zur Verfügung stehen wird. Auch die rechtlichen Barrikaden der Bücher-Digitalisierung werden z.Z. erfolgreich überwunden.

Spannend ist diese neue Technik auch für die Autoren selbst: Die Abhängigkeit von Verlagen, Druckereien etc. wird aufgebrochen werden und Autoren können sich frische Geschäftmodelle überlegen: Romane, die morgens und abends zur Rush-Hour auf die Reader gesendet werden und dynamisch durch Leserinput weiter entwickelt werden, freie Romane, für deren Auflösung man Zahlen muss und ähnliche neuartige Konzepte, die das klassische Business-Model des Buchvertriebs ablösen werden.

Geschrieben am 28.12.2007

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