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24C3: Die Wahrheit und Was Wirklich Passierte

Wahrheit Fiktion VierWie ensteht unsere so selbstverständliche Wahrheit? Ist die Wahrheit nicht nur der historische Konsenz der Masse? In diesem Vortrag sollen die Abläufe, die Wahrheiten zu Entstehungen verhelfen, dargestellt & analysiert werden.

Die Entstehung einer Wahrheit beginnt bereits auf chemischer Ebene: Betrachten wir Informationen auf unseren Computern, so unterliegen wir bereits den Farbraum-Beschränkungen des Screens bzw. des Ausdrucks, der Fähigkeiten unserer eigenen Augen und unseres Gehirns.

Hinterfragt man die derart grundlegenden Abläufe der Sensorik, wagt man sich außerhalb des durch die Mehrheit definierten Normen-Raums und wird schnell als klinisch verrückt gelabelt.

In einer Runde von Publikumsfragen etablierten die Präsentierenden, dass es verschiedenste Ansichten und Wahrheiten zu großen Geschehnissen des letzten Jahrhunderts gibt. Allen aus dem Publikum gemeinsam war jedoch die Motivation, "das was wirklich passiert ist" zu erfahren.

Das Streben nach der Erfahrung der "echten" Wahrheit ist von großer Wichtigkeit, da Menschen ihr eigenes Tun & Handeln anhand der Wahrheit der Geschichte orientieren. Dazu gibt es ein schönes Zitat: "Jede Wahrheit hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich passiert ist".

Für das eigene Handeln relevant sind die eigene Wahrheit sowie die eine Wahrheit, in der Interaktion sind Ihre Wahrheit und die eine Wahrheit relevant. Das, was wirklich passiert ist, hat aber für das Handeln keinerlei Relevanz, da es rein hypothetisch allen unbekannt ist.

Leider glitt der Vortrag nach 20 Minuten in polemische Phrasendrescherei ab. Auch wurden historische Zäsuren einfach wahllos getroffen und in keinster Weise erklärt. Auch Kultursprünge wurden getan und wahllose Zusammenhänge wurden gezogen.

Ein derartig komplexes philosophischen Thema verleitet natürlich zu einer unkontrollierten Ausuferung. Leider sollte man sich als Referent doch eigentlich beherrschen und nicht in ein scherzhaftes Gelaber mit dem unterhaltungwilligen Publikum abdriften. Schade.

Geschrieben am 29.12.2007

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