"Das Design der Anderen" ist eigentlich nicht Thema dieses Blogs - Das Designtagebuch macht seinen Job dafür viel zu gut! Aber die Mannigfaltigkeit an Waschbällen in aktuellen Logo-Designs stört mittlerweile dermaßen, dass ein wenig Kritik notwendig geworden ist. Mit ein wenig Glück erinnert sich der eine oder die andere von Euch noch an den Ariel Waschball: Eine abstruse Erfindung, die einmal mehr die bösen Bakterien aus der klinisch reinen Wäsche vertreiben sollte. Der Ariel-Waschball war quasi identisch mit dem späteren Logo von Sony Ericsson, was mir schon seit Langem ein Lächeln auf die Lippen zaubert.
Seit Sony Ericsson auf den "Ich liebe es"-Zug von McDonalds aufgesprungen ist und ihr Logo in allen möglichen Situationen des digitalen Konsums mit Liebe gleichsetzen will, gibt es eine lustige Kollision in meinem Kopf: "Ich wasche es!" ist das erste, was mir immer beim Anblick der Anbiederungen seitens Sony Ericsson in den Kopf kommt.
Doch dem nicht genug: Die Euro 2008, deren Verlauf ich möglichst genau verfolge, wäscht ebenfalls mit antibakterieller Reinheit. Der Im Logo überstilisierte Fußball ist scheinbar ein direkter Nachfahre des Reinemach-Balls aus dem Hause Procter&Gamble. Ob uns die Designer des EM2008-Logos den modernen Fußball als sauberen Sport - so ganz ohne Doping, Rassismus, Fouls und bösen Bakterien in Trikots - verkaufen wollen? Geschrieben am 11.06.2008




Es ist schon ein bisschen her, aber vielleicht hilfts ja noch jemandem. Das Skype-Problem erledigte sich bei mir nachdem ich in der ...
- Sobo