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Ubuntu Intrepid, mein Sony Vaio und eine Ricoh-Webcam

Es ist schon ein bisschen her, aber vielleicht hilfts ja noch jemandem. Das Skype-Problem erledigte sich bei mir nachdem ich in der ...
- Sobo
25C3: Nicht so viel Liveblogging ...

"Dieser css-Petals Liveblog wird Ihnen präsentiert vom Bundesministerium des Inneren" - so etwa?
- Till
Sexy arbeiten: Sony Vaio TZ mit Ubuntu

Okay, dass Vista + Vaio TZ keine so gute Kombi sein sollen, war mir schon vorher klar, aber das finde ich schon enorm! Danke für den Hinweis....
- Andre H.
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Honor Thy Father - Håkon Wium Lies neuester Streich

Frei definierbare Schriftarten im Web

CSS with Truetype-FontsCSS ist 10 Jahre alt. Ich selbst jongliere seit über sechs Jahren mit diesen Styleangaben - Aber wenn einer der Väter von CSS das Wort ergreift, fühle ich mich in den Kindergarten zurückversetzt: Håkon Wium Lie, über dessen letzte öffentliche Chat-Session hier ausführlich berichtet wurde, hat von sich hören lassen. Und wenn er das tut, haben seine Nachrichten es meist heftig in sich - Håkon sprach ohne mit einer Wimper zu zucken von standardisiertem Truetype-Schriften Support im Web.

Auf A List Apard, wo sich regelmäßig gute Web-Developer mit qualitativ hochwertigen Artikeln äußern, hat Lie mit seinem neuen Artikel "CSS @ Ten: The Next Big Thing" wahrlich das Next Big Thing losgetreten: Seit Jahren müssen Logos, Sonder-Überschriften und alles andere, das nicht in die Kategorien 'Times New Roman' oder 'Arial' fällt, für das Web als Bilder ausgeliefert werden. Bilder können aber weder von Suchmaschinen noch von Screenreadern für Sehbehinderte verstanden werden.

Auch die Einschränkung bei Fließtexten ist bereits ärgerlich: Gerade bei Seiten für Designer (egal welcher Ausrichtung) wäre eine Individualisierung durch eine besondere Schriftart wünschenswert - Jedoch ist dies bis heute nicht mit standardkonformen (X)HTML und CSS zu bewerkstelligen. Full-Flash war bis dato der einzige (und für mich indiskutable) Ausweg.

CSS Truetype FontsLie, der bereits in der Vergangenheit an Projekten in dieser Richtung mitgewirkt und Microsofts allgegenwärtiges, aber beinahe unbemerktes Schriftenmonopol kritisiert hat, kündigt nun die Wiederauferstehung von Web-Fonts an: Mit Hilfe des @font-face Befehls aus der CSS2 Syntax sollen sich beliebige TTF-Fonts von einer URL laden und auf einer Website anzeigen lassen.

Noch unterstützen normale Browser die von Lie vorgeschlagene Syntax für die Media-Query einer Truetype-Schriftart nicht. Jedoch hat Lie mit dem Einsatz von PrinceXML einen Proof of Concept geliefert, dass sein Vorschlag durchaus machbar ist. Außerdem ist sein Konzept degradable, d.h. ältere Browser ohne die vorgeschlagene Unterstützung werden einfach die ihnen möglichen und im Stylesheet alternativ festgelegten Standardschriften benutzen, so dass die aufgerufene Website problemlos navigierbar bleibt.

Lies Vorschlag ist gut konzipiert und wäre eine gangbare Methode. Das W3C könnte sie als Standard in CSS3.1 etablieren und damit im Vergleich zu proprietären, einseitigen Pseudostandards seitens von Großunternehmen herausstellen. Damit wäre das Zeitalter der Schriftenvielfalt im Web endlich angebrochen.

Mit einem gut nachzuvollziehenden Touch von Ironie hinterfragt Lie jedoch, ob man es wirklich unterstützen sollte, denselben Menschen volle Kontrolle über Typografie im Web zu geben, die noch vor wenigen Jahren das blink-Tag tagtäglich einsetzten und ganze Websites mit Hintergründen aus animierten GIF-Grafiken ausstatteten... Ein durchaus gültiges Gegenargument gegen freie Schriftauswahl!

Geschrieben am 31.08.2007

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