Besinnungslosigkeit
Anstatt generischer Weihnachtswünsche vergangener Jahre möchte ich in diesem Jahr zu Weihnachten einen Denkanstoß liefern, bevor wir uns zum besinnlichen Fest in die Besinnungslosigkeit fressen. Der Gedanke beginnt mit einem Video:
Die hier zu sehende "Show" nimmt sich zu Weihnachten einen Obdachlosen von der Straße und kleidet ihn neu ein - so der Plan. In diesem Jahr haben die Moderatoren dieser "Show" einen Mann auserkoren, der Musiker gewesen war. Statt Kleidung gaben ihm die Veranstalter eine Gitarre. Soweit die Hintergrund-Geschichte zu diesem Video.
Amerika-kritischen Stimmen wird es leicht fallen, sich darüber zu echauffieren, dass es eine Show gibt, in der Obdachlose wie Tiere im Zoo durch die Kamera-Linse beäugt werden, während man ihnen in guter weihnachtlicher Tradition einmal mehr verdeutlicht, dass sie weniger wert zu sein scheinen als andere Menschen. In diesem Falle kommt noch erschwerend hinzu, dass sie den Musiker dabei aufzeichnen, wie er "I'm a creep..." singt - Oh, die Ironie.
Doch mit abgedroschener Amerika-Kritik ist es nicht getan: Die Kommentare zum Video, das schon nach einer Woche nach Upload 300.000 Mal angeschaut wurde, verdeutlichen: Die Betrachter sind erstaunt, dass dieser Mensch singen kann. Sein Charisma wird gelobt - Die Energie, die er in sein Gitarrenspiel steckt, bewundert. Sie sind überrascht vom Herz des Mannes.
Diese Überraschung ist die wahre Tragödie: "Wir verwechseln Menschen mit den Dingen, die sie besitzen. [...] Menschen haben begonnen zu glauben, dass das Ziel ist, zu haben und vergessen, dass das Wichtigste ist, zu sein. Die Vollkommenheit des Menschen liegt nicht darin, was er besitzt, sondern was er ist." (Wilde)
Die hier zu sehende "Show" nimmt sich zu Weihnachten einen Obdachlosen von der Straße und kleidet ihn neu ein - so der Plan. In diesem Jahr haben die Moderatoren dieser "Show" einen Mann auserkoren, der Musiker gewesen war. Statt Kleidung gaben ihm die Veranstalter eine Gitarre. Soweit die Hintergrund-Geschichte zu diesem Video.
Amerika-kritischen Stimmen wird es leicht fallen, sich darüber zu echauffieren, dass es eine Show gibt, in der Obdachlose wie Tiere im Zoo durch die Kamera-Linse beäugt werden, während man ihnen in guter weihnachtlicher Tradition einmal mehr verdeutlicht, dass sie weniger wert zu sein scheinen als andere Menschen. In diesem Falle kommt noch erschwerend hinzu, dass sie den Musiker dabei aufzeichnen, wie er "I'm a creep..." singt - Oh, die Ironie.
Doch mit abgedroschener Amerika-Kritik ist es nicht getan: Die Kommentare zum Video, das schon nach einer Woche nach Upload 300.000 Mal angeschaut wurde, verdeutlichen: Die Betrachter sind erstaunt, dass dieser Mensch singen kann. Sein Charisma wird gelobt - Die Energie, die er in sein Gitarrenspiel steckt, bewundert. Sie sind überrascht vom Herz des Mannes.
Diese Überraschung ist die wahre Tragödie: "Wir verwechseln Menschen mit den Dingen, die sie besitzen. [...] Menschen haben begonnen zu glauben, dass das Ziel ist, zu haben und vergessen, dass das Wichtigste ist, zu sein. Die Vollkommenheit des Menschen liegt nicht darin, was er besitzt, sondern was er ist." (Wilde)
Geschrieben am 19.12.2009




diese trick funktioniert schon lange nicht mehr bei Videos mit Urheberrechten. "This video contains content from Sony Music Entertainment. It is no...
- pj