Suche Tagcloud Kommentare RSS
24C3: Filme über die Zeit nach der Privatsphäre

managed things. http://www.jihadwatch.org and began years later. https://www.tc3.edu Now, they had off http://www.mscc.edu
- treeyesjhonm
24C3: Filme über die Zeit nach der Privatsphäre

more than places often with box I even let it go. and saw
- ibmlookred
BeautifyWeb

ohbk http://trew09.mycyberway.com/of3231.html crabapple recipe http://trew09.hothostcity.com/in4356.html interesantne stvari...
- swr super redhead
webstandards   Überwachung   css   2008   persönlich   congress   portfolio   arbeit   termine   bcc   reviews   kurioses   ccc   beautify the web   tutorials   antispam   vorträge   deutschland   23c3   2007   politisch   usability   web-design   trends   24c3   berlin  

24C3: Der Bundestrojaner

CCC Bundestrojaner"Die Wahrheit haben wir auch nicht...". Constanze Kurz,  Andreas Bogk und FeFe stellen den Bundestrojaner als Exempel des neues deutschen Überwachungsstaats vor. Hierbei geht es weniger um die Technicalitis des Trojaners als vielmehr um eine Darstellung der generellen Überwachungssituation in der BRD und die Interessen der Bundesregierung.

Noch vor einigen Jahren war eine Wohnungsdurchsuchung eine effektive Methode, notwendige Beweismittel bei Verdächtigen zu finden. Mittlerweile liefern jedoch selbst recht unsichere Betriebsssteme wie z.B. Windows standardmäßig Festplattenverschlüsselung mit und erschweren somit massiv die Ermittlungen der Behörden.

Wolfgang Schäuble begründete die Online-Durchsuchung damit, dass "ein Laptop ja einfach versteckt werden könne [...]" aber immer wieder "ans Internet" müsse. Auf die Frage, wie oft denn nun die heimliche Durchstöberung der digitalen Privatsspäre der Bundesbürger durchgeführt werden solle, antwortete der Bundesinnenminister offen "So oft wir wollen!".

Die Kosten der neuen Überwachungsmethoden sollen pro Einsatz auf einem Zielrechner um die 200.000 Euro liegen. Allerdings sind gerade erst wieder 132 Millionen Euro für "die Stärkung der Inneren Sicherheit" bewilligt worden.

Technische bzw. personelle Probleme hat die Bundesregierung jedoch nach wie vor: Momentan gibt es 2 Stellenausschreibungen des Bundesinnenministeriums auf der Suche nach Programmierern, die den Trojaner entwickeln sollen.

Theoretisch gibt es einige Möglichkeiten, wie der Trojaner einen Rechner infizieren soll: Anhang an eine eMail, Attachment an Pakete die beim Browsing gesendet werden. Infizierung von Drittgeräten (iPod, Kamera etc.). Auch Monitorsignal-Abfangen ist mit den neuen Gesetzen möglich!

Noch gibt es natürlich keinen Vorfall, aber rein rechtlich ermöglicht das neue Gesetzespaket sogar das heimliche Implementieren von Überwachungschips bei Operationen im Krankenhaus. Auch Hirnwellen-Mitschneiden ist erlaubt - Der Zukunft des Gedanken Lesens steht also nicht mehr viel im Weg.

Dass die Entscheidungsträger der neuen Überwachungsmethoden leider inkompetent sind, wenn es um die Technik geht, bestätigen Zitate wie "Ich weiß doch gar nicht richtig, was ein Trojaner ist" (Schäuble) oder "Was ist nochmal ein Browser" (Zypries). Es ist doch erschreckend, dass Menschen mit derart eklatantem Unwissen derart viel Macht ausüben dürfen!

Aller Wahrscheinlichkeit nach ist wohl der BND am ehesten in der Lage, die Online-Durchsuchung und andere neuartige Überwachungsmaßnahmen wirklich umzusetzen. Andere Institutionen (BSI) der Bundesregierung haben bereits die Kompetenz abgewiesen. Der BND wird wohl dem BKA und anderen Behördne mit seinen Kompetenzen Amtshilfe leisten.

Dass die neuen Machtbefugnisse bereits jetzt ausgenutzt werden, zeigen allzu gerne totgeschwiegene Vorfälle innerhalb des BNDs, wo u.a. Mitarbeiter ihre untreuen Ehefrauen oder Ehegatten überwachen und deren Liebhaber/Innen auf die ominöse Terrorverdächtigen-Liste setzen. Man möchte sich quasi nicht ausmalen, was mit Oppositionellen geschehen wird, wenn sich die Regierung weiter radikalisiert.

Kleiner Hinweis: Der "Bundestrojaner" als Begriff ist mitterweile eindeutig zu verniedlichend - Viel einschlägiger wäre für die Bevölkerung wäre mittlerweile "Computerwanze". Die Bundesregierung nennt mittels ihrer PR (Propaganda-Relay) die Computerwanze übrigens "Remote Forensic Software (RFS)".

Geschrieben am 27.12.2007

Zurück

1 Kommentare

Von Tobias am 27.12.2007, 14:45

Interessanter Aside:
Die Vortragenden zeigten deutlich auf, dass die Behauptungen der Bundesregierung, man setze nur die Richtlinien der EU zur Erhöhung der Sicherheit um (ein politisches Manöver, um die Schuldfrage zu verschieben!), komplett hinfällig ist, da die Deutschen Politiker, die hierzulande mit einem Gesetzesentwurf scheitern, dieselben Politiker sind, die via Lobbyarbeit dieselben Gesetzesentwürfe au EU-Ebene durchbringen.
Die EU lässt sich somit für Politiker wunderbar instrumentalisieren, da ihr Gremium quasi für den Normalbürger anonymisiert, woher die Entscheidungen der EU kommen.



Kommentar-Formular

Name:

E-mail oder URL:
(Optional)